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Donnerstag, 24. April 2014

Reckwitz - Ästhetisierungsgesellschaft: Strukturen, Dissonanzen, Alternativen

Grundstruktur des Kreativitätsdispositivs
Regime des Neuen  +  Verknüpfung des Ästhetischen mit dem Ethos der Produktion
-> Umfeld des Marktes, des KOnsums

getrieben von innerer Kraft  +  äusserer Kraft

= Planung, Institutionalisierung und Materialisierung: Erbauung der CREATIV CITIES (Politische und gesellschaftliche Verortung der Kunst / Musik durch den Begriff: Kreativitätswirtschaft

bürgerliche Moderne, organisierte Moderne

Kreativitätsdispositivs sind aus Gefühlsmangel entstanden.


Das neue Regime der Originalität
Wir müssen kreativ sein
Der Künstler ist zum Rollenmodell der Spätmoderne geworden: Nichts wäre absurder, als heute unkreativ sein zu wollen. Doch der Zwang zur Originalität überfordert viele.

"Seit den siebziger Jahren hat die Zahl der Angehörigen der kreativen Berufe im weitesten Sinne – von den Medien bis zum Tourismus, vom Design bis zur Softwareentwicklung – deutlich zugenommen.

Chiapello - Evolution und Kooption

"Es gibt mehr Freiheiten in der Arbeit"
Die Pariser Betriebswirtin und Soziologin Ève Chiapello hat den neuen Geist des Kapitalismus untersucht. Die neue Managementphilosophie macht mehr Selbstverwirklichung in der Arbeit möglich - und das Leben härter.
Interview taz.de 12.10.2006


Seminar "Schwindel, Wirklichkeit"

Ausschreibungstext:
Das Schwerpunktprogramm 2013/14 der Akademie der Künste in Berlin trägt den Titel «Schwindel der Wirklichkeit». Es startete im November 2013 mit einer Serie wöchentlicher Veranstaltungen und Debatten, die bis im Juni 2014 weitergeführt wird. Zur Diskussion steht ein sich wandelndes Verständnis von Wirklichkeit, das insbesondere durch die Entwicklung neuer Medien und Technologien geprägt ist und auch die Rolle und das Selbstverständnis von Künstlerinnen und Künstlern und ihren Arbeitsweisen verändert. Dabei erscheinen die Künste, so der Ausschreibungstext, «gleichsam als Labor einer kritischen und kreativen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Subjekt und Wirklichkeit, von Individuum und gesellschaftlicher, politischer oder ökonomischer Behauptung von Realität». Im Herbst 2014 münden die vorbereitenden Veranstaltungen in eine Ausstellung und die Einrichtung eines «Metabolischen Büros zur Reparatur von Wirklichkeit.» Der MA Transdisziplinarität ist eingeladen, dazu einen Beitrag zu leisten.
Im Seminar setzen wir uns mit dem Verhältnis zwischen Kunst und Wirklichkeit auseinander, fragen nach Motiven und Formaten eines aktuellen und gegenwärtig viel diskutierten Realismus’ in den Künsten und entwerfen Szenarien für eine Beteiligung an der Veranstaltung im Herbst 2014 in Berlin. Unterstützt werden wir dabei von Manos Tsangaris, Komponist und Direktor der Sektion Musik an der Akademie der Künste.
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Wolfgang Welsch: Multi-, Inter-, Transkulturalität

Multikulturalität
Ausgangspunkt / Problem: Koexistenz versch. Kulturen, Kulturen sind homogen
Lösungsansätze / Strategien: Nebeneinander, Toleranz, Konflikvermeidung, -therapie
Kritik: homogener Begriff von Kultur, Getthoisierung, ineffizienz

Interkulturalität
Ausgangspunkt / Problem: Konflikte zwischen verschiedener Kulturen, Kommunikationsschwierigkeit, Missverständnis
Lösungsansätze / Strategien: interkulturelle Kommunikation / Kompetenzen, Verstehen, Anerkennen
Kritik: homogener Begriff von Kultur, Konstruktion des "Anderen", nur kosmetische Lösungsansätze, da immernoch vom Kultur als Kugel ausgegangen wird, Kommunikation kommt nicht zustande.

Transkulturalität
Ausgangspunkt / Problem: keine homogene Kultur, Verflechtung, Netzwerke aufgrund von Migrationsprozessen, immateriellen Kommunikationsmedien und Ökonomie, interdependente Globalkultur.
Lösungsansätze / Strategien: vielmaschiges und inklusives Kulturverständnis, Integration, Kultur als etwas Dynamisches anschauen. Anerkennen des "Fremden" im "Eigenen".
Kritik: Verlust des Kulturbegriffs und der Identität, Uniformierung


Donnerstag, 10. April 2014

Johannes Kreidler - Fremdarbeit

Full documentary of the Performance Piece "Fremdarbeit" ("Outsourcing") by Johannes Kreidler. Vollständige Dokumentation der Kompositionsaktion "Fremdarbeit".
www.kreidler-net.de

Fremdarbeit (2009)
für Ensemble, Sampler und Moderator



Freitag, 28. März 2014

Christoph Henning

Gespräch mit Christoph Henning in Sternstunde Philosophie vom 19.02.2012, 11:00 Uhr Der Marx-Kenner Christoph Henning im Gespräch mit Barbara Bleisch
Seit der Finanzkrise haben Karl Marx‘ Lehren wieder Konjunktur, doch was können wir heute noch von ihm lernen? In einer weiteren Folge der Reihe ‚Klassiker reloaded’ fragt Barbara Bleisch den Marx-Forscher nach den tatsächlichen Kernanliegen des Philosophen, und worauf sich heutige Kommunisten und Sozialisten berufen.



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Kreativität als Beruf: Soziologie und Philosophie des Arbeitslebens in bildender Kunst und Design
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Arbeit ist das halbe Leben
Schultheis Vogel Gemperle
Biographische Zeugnisse aus einer Arbeitswelt im Umbruch

Donnerstag, 27. März 2014

Field Research - Intercultural Communication

Edward T: Hall. The hidden dimension. 1966
Time Cultures
Monochrome society - timetables, schedules, exclusiv to what doesnt fit into schedule
Polychrome society - multioptions, unforeseen situations are taken as is, content not schedule.
Space
Spatial Claims, Patterns and rules of using space
Communications
Different Means in verbal and non-verbal communication. High context vs. low context communication
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Christophe Girot. The Four Trace Concepts. 1999
Landing is the first act of site acknowledgment, and it marks the beginning of the odyssey of the project.
Grounding is the second step in landscape discovery and understanding. Grounding has to do with orientation and rootedness, both in the literal and figurative sense of the word.
Finding entails the act and process of searching as well as the outcome, the thing discovered. It is both an activity and an insight.
Founding is probably the most durable and significant of the four trace acts. It comes at the moment when the prior three acts are synthesized into a new and transformed construction of the site. Founding may be either conservative-referring to some past event or circum stance-or innovative-importing something new to a place.

Bruno Latour

http://www.bruno-latour.fr/
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Bruno Latour (*1947) ist ein französischer Soziologe und Philosoph. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Wissenschafts- und Techniksoziologie, er ist einer der Begründer der Akteur-Netzwerk-Theorie. Er leitet heute die wissenschaftliche Recherche am Sciences Po Paris.
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Die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT, englisch Actor-Network Theory) ist eine sozialwissenschaftlichen Schule, die sich ab den 1980er Jahren im Bereich der Science and Technology Studies (STS) entwickelte und sich von dort aus auch in anderen Bereichen der Soziologie und benachbarter Disziplinen etablieren konnte. Kerngedanke der Akteur-Netzwerk-Theorie ist, dass die Welt netzwerkartig verfasst ist, sich alle ihre Bestandteile also aus verschiedenen Elementen zusammensetzen. Dieser Zusammenschluss unterschiedlicher Elemente zu mehr oder weniger kohärenten Akteuren wird von der Akteur-Netzwerk-Theorie als der zentrale Untersuchungsgegenstand der Soziologie gesehen, sie identifiziert das Soziale mit Assoziationen, die sich zwischen allen Entitäten entfalten können. Damit verbindet sie auch eine Kritik der klassischen Soziologie in der Tradition Émile Durkheims und vielen ihrer gängigen Konzepte wie Gesellschaft, Interaktion, Struktur oder der Unterscheidung zwischen Mikro- und Makroebene. Die ursprüngliche Methode der Akteur-Netzwerk-Theorie sind Ethnografie und Semiotik, mit der Zeit fand sie aber auch im Bereich der Diskursanalyse und historischen Untersuchungen Anwendung.
Die maßgeblichen theoretischen Beiträge zur Akteur-Netzwerk-Theorie wurden vor allem von Michel Callon, John Law und Bruno Latour ausgearbeitet, häufig zusammen mit anderen Vertretern der Science and Technology Studies und Vertretern anderer akademischer Disziplinen. Während die frühen Arbeiten vor allem die Produktion und Funktionsweise von Wissenschaften und Technologien untersuchten, arbeitete sich die Akteur-Netzwerk-Theorie später an den Grundbegriffen der Soziologie und damit auch der modernen Philosophie ab und versuchen, die Moderne nicht als eine Entwicklungsstufe, sondern als eine gleichberechtigte Kulturform unter vielen anderen zu beschreiben.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Akteur-Netzwerk-Theorie

Freitag, 21. März 2014

Richard Sennett – Handwerk

Richard Sennett (* 1. Januar 1943 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Soziologe. Der Sohn russischer Einwanderer lehrt Soziologie und Geschichte an der New York University und der London School of Economics and Political Science. Seine Hauptforschungsgebiete sind Städte, Arbeit und Kultursoziologie. Sennett ist verheiratet mit der Stadtsoziologin Saskia Sassen.

Sennett wurde als Theoretiker und Historiker des städtischen Lebens bekannt. Seine Hauptthemen sind die Vereinzelung, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht moderner Individuen, die Oberflächlichkeit und Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen sowie die Ausübung von Herrschaft. Vor allem in seinen Frühwerken bleibt er Chicago, der Stadt seiner Kindheit, und den in ihr gemachten Erfahrungen stark verhaftet. Die hohe Aktualität seiner Themen und sein eingängiger, essayistischer Stil ließen seine Bücher zu Bestsellern avancieren.

In seinem Werk Handwerk (2008) fordert er, in Abgrenzung zu den Arbeitsbedingungen des Finanzkapitalismus den Eigenwert der individuellen Arbeit wieder herzustellen und die Arbeitsumstände für die Menschen so zu gestalten, dass sie danach streben, ihre Tätigkeit möglichst gut zu verrichten. quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennett
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Wissenschaft als Handwerk
Stephan Lorenz
Review Essay:
Richard Sennett (2008). Handwerk. Berlin: Berlin Verlag; 432 Seiten; ISBN: 978-3827000330; 

Zusammenfassung: Richard SENNETT entwirft auf Basis kulturhistorischer Rekonstruktionen in "Handwerk" eine Alternative zu den von ihm in früheren Arbeiten kritisierten Flexibilisierungen des "neuen Kapitalismus". Dazu untersucht er am Vorbild des Handwerks Kriterien und Bedingungen guter Arbeit, wobei sein Arbeitsbegriff sehr weit gefasst ist und letztlich auf (Techniken der) Lebensführung ganz allgemein zielt. Der Essay legt als Ausgangspunkt dieser Alternative SENNETTs Anliegen dar, Hand- und Kopfarbeit als ungetrennt zu konzeptualisieren, führt die wesentlichen Varianten und Merkmale des Handwerks aus und diskutiert das exemplarisch bezogen auf Möglichkeiten guter wissenschaftlicher Arbeit; so werden deren Bedingungen im Allgemeinen thematisiert und einige Fragen zu den sogenannten Forschungswerkstätten im Besonderen aufgeworfen. SENNETTs Überlegungen erweisen sich dabei als äußerst anregend, lassen aber auch Fragen offen, die abschließend zusammengetragen werden: zur Differenzierung des Handwerks, zum Arbeitsbegriff, zur gesellschaftlichen Durchsetzungsfähigkeit alternativer Praktiken und zum Verhältnis von Prozess und Ergebnis/Nützlichkeit.
 
Inhaltsverzeichnis
1. Handwerk, Arbeit, Wissenschaft
2. SENNETTs Anliegen
3. Varianten und Merkmale handwerklichen Arbeitens
4. Die Forschungs-Werkstatt
5. Zu Bedingungen guter wissenschaftlicher Arbeit
6. Offene Fragen

Quelle: http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1456/2958

Donnerstag, 20. März 2014

Christoph Menke - Die Kraft der Kunst

Christoph Menke (* 22. November 1958 in Köln[1]) ist ein deutscher Philosoph und Germanist und seit 2009 Professor für Philosophie in Frankfurt am Main. Er gilt als wichtiger Vertreter der 'dritten Generation'[2] der Frankfurter Schule.

Klappentext: Noch nie war die Kunst sichtbarer, präsenter und prägender als heute und noch nie war sie zugleich so sehr ein bloßer Teil der gesellschaftlichen Prozesse: eine Ware, eine Unterhaltung, eine Meinung, eine Erkenntnis, eine Handlung. Die gesellschaftliche Allgegenwart der Kunst geht einher mit dem zunehmenden Verlust dessen, was wir ihre ästhetische Kraft nennen können. "Kraft" - im Unterschied zu unseren "vernünftigen Vermögen" - meint hier den unbewussten, spielerischen, enthusiastischen Zustand, ohne den es keine Kunst geben kann. Die philosophische Reflexion auf diesen Zustand führt Christoph Menke zur Bestimmung ästhetischer Kategorien - Kunstwerk, Schönheit, Urteil - und zum Aufriss einer ästhetischen Politik, das heißt einer Politik der Freiheit vom Sozialen und der Gleichheit ohne Bestimmung. Quelle: perlentaucher.de

Ausschnitt: Die Kraft der Kunst. Sieben Thesen

Rezension "Die Kraft der Kunst" in Literaturkritik.de


Radiosendung auf WDR5
Über die Kraft der Kunst
Die Kunst ist allgegenwärtig, das Ästhetische ist zentral für das Selbstverständnis der Gesellschaft. Damit einher geht allerdings, so der Philosoph Christoph Menke, ein Verlust an Kraft der Kunst und des Ästhetischen. 
Sendung auf WDR5
Studiogast: Christoph Menke, Philosoph Moderation: Jürgen Wiebicke © WDR 2014