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Donnerstag, 24. April 2014

Reckwitz - Ästhetisierungsgesellschaft: Strukturen, Dissonanzen, Alternativen

Grundstruktur des Kreativitätsdispositivs
Regime des Neuen  +  Verknüpfung des Ästhetischen mit dem Ethos der Produktion
-> Umfeld des Marktes, des KOnsums

getrieben von innerer Kraft  +  äusserer Kraft

= Planung, Institutionalisierung und Materialisierung: Erbauung der CREATIV CITIES (Politische und gesellschaftliche Verortung der Kunst / Musik durch den Begriff: Kreativitätswirtschaft

bürgerliche Moderne, organisierte Moderne

Kreativitätsdispositivs sind aus Gefühlsmangel entstanden.


Das neue Regime der Originalität
Wir müssen kreativ sein
Der Künstler ist zum Rollenmodell der Spätmoderne geworden: Nichts wäre absurder, als heute unkreativ sein zu wollen. Doch der Zwang zur Originalität überfordert viele.

"Seit den siebziger Jahren hat die Zahl der Angehörigen der kreativen Berufe im weitesten Sinne – von den Medien bis zum Tourismus, vom Design bis zur Softwareentwicklung – deutlich zugenommen.

Freitag, 14. März 2014

Lady Gaga - "Fuck you Pop Music"

Lady Gaga featuring Millie Brown (Vomit Painter). 2014



// Puke on Gaga // by Millie Brown
Collaboration with Nick Knight, Ruth Hogben & Lady Gaga

Reckwitz - Die Erfindung der Kreativität, Die Genese des Starsystems

Die Genese des Starsystems: Die massenmediale Konstruktion expressiver Individualität

Das massenmediale Aufmerksamkeitsregime
Reckwitz sieht das Starsystem in einer historischen Linie mit Enstehung des Künstler-Ideals.
-> Berühmtheiten (über Herkunft begründet)
-> Künstler (über Leistung, Werk)
-> Stars ("totale Persönlichkeit", Alltäglichkeit + Ausseralltäglichkeit, öffentlich und privat)
(Andere These als Adorno, Horkheimer: Starsystem als Merkmal von Massenkultur)

Modell der Kreativität in der Gesellschaft
Das kreative Subjekt = kreative Kompetenz  +  Repräsentation

STAR
 = 
Werk-Star  +  Persönlichkeits-Star  +  Performance-Star
-> produziert ständig Neues
-> immer mehr
-> wird über längere Zeit etabliert
-> wird zum "symbolischen Marker"

Freitag, 7. März 2014

Reckwitz - Ökonomisches Management & Creative Industries

Monkey Helpers
"We are a non-profit organization that helps adults with spinal cord injuries and other mobility impairments live more independent and engaged lives. We do this by providing them, free of charge, with a unique service animal: a highly trained capuchin monkey to help with their daily tasks. The only organization of our kind, we raise and train these special service animals, carefully match them with appropriate recipients across the nation, and provide active support and care for the duration of each placement." http://www.monkeyhelpers.org
 

Freitag, 28. Februar 2014

Andreas Reckwitz - Ästhetik und künstlerische Praxis

Pollock Painting (1951)
by Hans Namuth


Es geht mehr um den Prozess, als um das Werk.
Wende von der traditionellen Kunst: Performance, Installation, Entwicklung neuer Medien.

Einstiges Publikum wird selber zum Kunstschaffenden.

Entgrenzung:
- Surrealismus
- Produkte des Zufalls
- neue Kreativitätstechniken/-methoden: innerpsychisch, intersubjektiv, interobjektiv

Ästhetische Überraschung, das besondere Abweichen, früher nur Künstleravantgarde, hin zu jedem, der Überraschung schaffen kann. Jeder ist KünstlerIn.

Funktion der Kunst vorher: Menschen mündig machen, Kompensationsfunktion für das Irrationale, Nicht-Verständliche.

Künstler ist genauso wichtig wie die Kunst, bis 1988/89. Danach Umwälzung, das kreative Selbst wird umgekehrt.



Carsten von Wissel - Wissenschaftliche Kreativität

"Kreativität ist so etwas wie ein Leitwort unserer Zeit geworden, in ihrem Namen werden jetzt Ressourcen aufgewandt, um in der Zukunft Erträge zu realisieren. Dabei ist der Begriff alles andere als klar definiert. Ein Minimalkonsens lässt sich entlang der Wendung, kreativ sei etwas, was Originalität und Wert, Neuheit und Anschlussfähigkeit in sich vereine, finden. Diese Definition lässt jedoch genug Raum dafür, dass sich Entstehungs- und Anwendungskontexte in den Begriff einschreiben können. Das Ergebnis ist ein erhebliches Bedeutungsschillern.
Der Text untersucht dieses Schillern, indem er Herkunftskonstellationen nachgeht, den Entwicklungspfad des Begriffes beginnend bei seinen theologischen Anfängen über die Philosophie, die Psychologie, die Soziologie sowie die Hirnforschung und die Pädagogik ausleuchtet. Anschließend werden die begriffsprägenden Handlungsfelder Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den Blick genommen. Ziel ist es, Anhaltspunkte dafür zu gewinnen, wie Kreativität in organisationalen wissenschaftlichen Kontexten realisiert werden kann."

http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_251.pdf

Dienstag, 25. Februar 2014

Andreas Reckwitz - DU MUSST KREATIV SEIN WOLLEN


Andreas Reckwitz, Die Erfindung der Kreativität, 2012

21.2.2014, Einleitung
DU MUSST KREATIV SEIN WOLLEN

Konstituierendes Kriterium für die Gesellschaft heute.
Wunsch/Zwang zur Kreativität

möchte/muss kreativ sein
Individualisierte Triebkraft, im 'möchten' steckt das 'müssen'

Individualisierung als Machttechnik (Foucault)

Ich erfinde nicht nur etwas, um eine Lösung zu finden, sondern damit ich der Erfinder bin.
Selbsterschaffung / self creation (Richard Rorty)

Kreativität ist nicht ein Begriff, sondern ein Diskurs.

Friedrich Kittler,  Innovation in der Kunst

Die Informationsbombe, Paul Virilio und Friedrich Kittler im Gespraech

Creativity as a strategy of survival

Samstag, 30. November 2013

Andreas Reckwitz - Die Erfindung der Kreativität

Be creative! In der Gegenwartsgesellschaft haben sich die Anforderung und der Wunsch, kreativ zu sein und schöpferisch Neues hervorzubringen, in ungewöhnlichem Maße verbreitet. Was ehemals subkulturellen Künstlerzirkeln vorbehalten war, ist zu einem allgemeingültigen kulturellen Modell, ja zu einem Imperativ geworden. Andreas Reckwitz untersucht, wie im Laufe des 20. Jahrhunderts das Ideal der Kreativität forciert worden ist: in der Kunst der Avantgarde und Postmoderne, den creative industries und der Innovationsökonomie, in der Psychologie der Kreativität und des Selbstwachstums sowie in der medialen Darstellung des kreativen Stars und der Stadtplanung der creative cities. Es zeigt sich, daß wir in Zeiten eines ebenso radikalen wie restriktiven Prozesses gesellschaftlicher Ästhetisierung leben.
Quelle: Suhrkamp



Wollen sollen
Über die eindrucksvolle Studie von Andreas Reckwitz: "Die Erfindung der Kreativität"
http://www.zeit.de/2013/07/Andreas-Reckwitz-Die-Erfindung-der-Kreativitaet