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Freitag, 29. November 2013

Richard Sennett - Fleisch und Stein

Reflections on body in an urban environment.

Richard Sennett wurde als Theoretiker und Historiker des städtischen Lebens bekannt. Seine Hauptthemen sind die Vereinzelung, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht moderner Individuen, die Oberflächlichkeit und Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen sowie die Ausübung von Herrschaft. Vor allem in seinen Frühwerken bleibt er Chicago, der Stadt seiner Kindheit, und den in ihr gemachten Erfahrungen stark verhaftet. Die hohe Aktualität seiner Themen und sein eingängiger, essayistischer Stil ließen seine Bücher zu Bestsellern avancieren.
Berühmt wurde Sennett mit seinem Buch Verfall und Ende des öffentlichen Lebens (1977). In seinem Werk Handwerk (2008) fordert er, in Abgrenzung zu den Arbeitsbedingungen des Finanzkapitalismus den Eigenwert der individuellen Arbeit wieder herzustellen und die Arbeitsumstände für die Menschen so zu gestalten, dass sie danach streben, ihre Tätigkeit möglichst gut zu verrichten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennetthttp://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennett


Richard Sennett - Fleisch und Stein
Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Maren Lorenz, Hamburger Stiftung zur Foerderung von Wissenschaft und Kultur
In seinem neuesten Buch "Der flexible Mensch" prangerte der New Yorker Kultursoziologe und Historiker Richard Sennett kuerzlich wieder einmal die psychischen und sozialen Folgen des neoliberalen Kapitalismus fuer das verunsicherte Individuum an (obwohl er selbst einst gerade diese Form des Kulturpessimismus als "Tyrannei der Intimitaet" entlarvt hatte). Sennett postuliert eine Dominanz der Angst und den Verlust innerer Sicherheit durch die schwindende Moeglichkeit langfristiger emotionaler Erfahrungen und Beziehungen. Die Ohnmacht des Einzelnen in der modernen Oeffentlichkeitsarchitektur westlicher Grossstaedte und das Verlernen menschlicher Empathie sind seit vielen Jahren Sennetts Themen, denen er sich gleichermassen undogmatisch wie unkonventionell naehert.  [more]




Karl Schlögel - Im Raume lesen wir die Zeit

Karl Schlögel - Im Raume lesen wir die Zeit
Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Albrecht Weisker, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld

"Herunter vom "Hochsitz der Lektüre"! Raus aus der Bibliothek! Öffnet die Augen! Schärft alle Sinne, um die historische Wahrnehmung endlich wieder um ihre räumliche Dimension zu bereichern! So schallt der Mahnruf von Karl Schlögel aus dem vergangenen Bücherherbst herüber in das Jahr des 45. Deutschen Historikertages, der unter dem Generalmotto "Kommunikation und Raum" steht. Geschichte, so der Autor, gehe weder in theoriegeleiteten Textinterpretationen oder gewundenen Diskursanalysen auf, noch sei sie ortlos. Ganz im Gegenteil. Sie umfasst eine Vielzahl konkreter Räume, realer Landschaften, echter Schauplätze und Tatorte, die es aufzusuchen lohnt. "Stellt Euch dem Reichtum der Wirklichkeit, entdeckt die Fülle des Konkreten", lautet deshalb Schlögels Botschaft an die zuweilen allzu routiniert arbeitenden akademischen Spurensucher der Historikerzunft. Geschichtswissenschaft betrachtet Schlögel als eine Wirklichkeitswissenschaft ersten Ranges. Und als Stoßseufzer fügt er hinzu: "Es fehlt überall an Leuten, die sich auskennen in der heutigen Welt."
History takes place: Schauplätze aufsuchen, Spuren sichern."
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Spatial Turn

 Kontext Geschichstdisziplin:
- eurozentristische Geschichtsschreibung
- Geschichte ignoriert den Raum
neue Strömung:
- Geschichte des Alltags, "grabe wo du stehst", eigene Herkunftsgeschichte

Karten - räumliche Repräsentationen
- tabualas (tiffins), Film: Lunchbox
- Japan - Orientierung ohne Strassennamen, Faxgeräte in Kiosks
- Managua Nicaragua,

"Karl Schlögel geht es darum, die hermeneutische Richtung der Sozial- und Geschichtswissenschaften wiederzubeleben und dabei die unmittelbare Anschauung als Erkenntnismethode zu stärken. In seinen Arbeiten versucht der Historiker zu zeigen, dass Geschichte immer in einem spezifischen Raum spielt, dessen jeweilige Kontur an ihr mitschreibt. Gegen die Diskurse vom Ende der Geschichte und vom Verschwinden des Raums setzt Schlögel eine raumbewusste Historiografie, die im Nacheinander geschichtlicher Sequenzen wie im Nebeneinander ihrer Schauplätze gleichermaßen zu Hause ist."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Schl%C3%B6gel

Karl Schlögel: WikiLeaks hatte Vorläufer
"Einen geschichtlich geschulten Blick auf Veröffentlichungen wie WikiLeaks regt der deutsche Historiker Karl Schlögel an. Schlögel erklärt gegenüber ORF.at, dass das Ende der Geheimdiplomatie schon mit dem Ersten Weltkrieg, etwa von US-Präsident Woodrow Wilson, eingeläutet wurde."
Artikel: http://science.orf.at/stories/1670699


"Abenteuer des Lebens"(Walter Sperling & Alexander Kraus)
Gespräch mit Karl Schlögel über die Vergegenwärtigung von Geschichte

Henri Lefebre - Die Produktion des Raums


Henri Lefebvre (* 16. Juni 1901 in Hagetmau, Landes; † 29. Juni 1991 in Navarrenx, Pyrénées-Atlantiques) war ein französischer marxistischer Soziologe, Intellektueller und Philosoph. Er galt als einer der „Väter“ der Pariser Studentenunruhen im Mai 1968.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Lefebvre


Raum ist nicht nur etwas Gegebenes, sondern auch etwas Gemachtes.
Gemacht und Gegeben sind überlagert.
Raum repräsentiert Macht.

räumliche Praxis - das Wahrgenommene
Raumrepräsentationen - das Konzipierte
Repräsentationsräume - das Gelebte



aus: Interessensräume, Blog von Christian Neugebauer, über Lefebre "Die Produktion des Raums":

1. (Physischer) Naturraum ist und bleibt zwar das Ursprüngliche des sozialen Prozesses, Quelle und Rohstoff; er bleibt als Bildhintergrund bestehen, aber eben nur mehr als Bildhintergrund, der sich dem bewussten Denken entzieht. Er rückt auf Distanz, „verwandelt sich in eine Fiktion, in eine negative Utopie“

2. Jede Gesellschaft produziert einen ihr eigenen Raum (mit ihrer eigenen Raumpraxis). Raum besteht in seiner jeweils eigenen Genese, seiner Form, mit seinen spezifischen Zeiten und seiner spezifischen Zeit; für jede Gesellschaft, genauer gesagt „jede Produktionsweise (mode de production), die bestimmte Produktionsverhältnisse (rapports de production) beinhaltet“

 3. „Wenn der Raum ein Produkt ist, dann muss die Erkenntnis diese Produktion reproduzieren und darstellen.“ Dem Rechnung tragend, verschiebt sich das Erkenntnisinteresse des Textes an diesem Punkt weg von den Dingen im Raum hin zur Produktion des Raums.

-         räumliche Praxis … setzt Raum und setzt ihn dennoch schon voraus. Sie beherrscht Raum, eignet sich ihn an und produziert ihn somit allmählich aber kontinuierlich. 
-         Raumrepräsentationen … (also der konzipierte Raum) sind der in einer Gesellschaft dominierende Raum. „Die Raumkonzeptionen tendieren [...] zu einem System verbaler, also verstandesmäßig geformter Zeichen.“ 
-         Repräsentationsräume … (also der gelebte Raum) ist jener Raum, der durch Bilder und Symbole vermittelt wird, und zwar von jenen, die glauben ihn nur zu beschreiben (Schriftsteller, Philosophen, etc.). „Er legt sich über den physischen Raum und benutzt seine Objekte symbolisch“.

Quelle: http://www.european-spaces.eu/2007/06/10/lefebvre-henri-1974-die-produktion-des-raums/



Räumliche Vorgaben:
Nowa Huta, Krakau http://de.wikipedia.org/wiki/Nowa_Huta
Chandigarh http://de.wikipedia.org/wiki/Chandigarhhttp://de.wikipedia.org/wiki/Chandigarh 
"Cite de la Musique", Paris, Pierre Boulez

 Die Macht der Renderings, Renderings in Tourismuskatalogen

Folgen der Verstädterung, Umbruch zu Zeiten der Industrialisierung

Folgen der Verstädterung, Umbruch zu Zeiten der Industrialisierung.
Bevor die Wissenschaft sich um die Folgen der Urbanisierung kümmerte, gabs öffentliche nicht-akademische Versuche/Diskurse, Lösungen zu finden.


Neue Problemfelder Armut, medizinische Versorgung.

Pädagogische Ansätze:
Aufgeklärt absolutischer Ansatz: Erhaltung der Bildungsverhältnisse
Gründung Hofwil, Fellenberg
Eliteschule, Bürgerschule, Landwirtschaftliche Armenschule


Wolfgang Welsch - Ästhetik und Anästhetik

Begriff von Ästhetik
- ästhetische Wahrnehmung, wahrnehmbar machen
- ästhetische Objekte
- ästhetische Erkenntnis
- Art und Weise der Erscheinung von Dingen (Präsentation, Gestaltung, "Gemachtheit")
- Umgebung, in welcher die Dinge erscheinen


Ästhetik --vs-- Anästhetik

Inszenierte Einkaufswelten, aufgedrehte Atmosphären --vs-- Eintönigkeit, Blindheit für deren Faktur

Inszenierung von Ereignissen --vs-- Coolness, anstelle von Involviertheit / kontemplativer Zuwendung

Bildwerdung von Wirklichkeit --vs-- sozial Anästhetisierung, Bildwelt verdeckt Zugang zur Wirklichkeit

Tele-Ontologie, instantane Erfüllbarkeit von Wünschen --vs-- Überfüllung, Sättigung

Sinne sind verlässliche Instrumente für Weltzugang --vs-- Sinne geben keinen Aufschluss über Welt



Wolfgang Welsch
http://www2.uni-jena.de/welsch/
Mein Weg in der Ästhetik




-> Alexander Gottlieb Baumgarten: Begründer der Ästhetik als philosophische Disziplin



Jane Jacobs - The Death and Life of Great American Cities



Gentrifification: Infrastruktur für Arme abreissen

london map of gentrification
http://phone.booth.lse.ac.uk/

















http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Jacobs


Donnerstag, 28. November 2013

Hans-Jörg Rheinberger

Donnerstag, 28. November 2013,
BEOBACHTEN, TEILNEHMEN, ZUSAMMENARBEITEN?

Hans-Jörg Rheinberger, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, und Hannes Rickli, Prof., Künstler, Dozent ZHdK

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Hans-Jörg Rheinberger
Director Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.
Dr., Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der TU Berlin, Dr. h.c. ETH Zürich
http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/de/mitarbeiter/members/rheinbg
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-J%C3%B6rg_Rheinberger



Man weiss nicht genau, was man nicht weiss
Über die Kunst, das Unbekannte zu erforschen
Wissenschaften sollen Wissen schaffen, sie sollen neue Erkenntnisse ermöglichen. Was aber heisst es eigentlich, etwas Neues, etwas Unbekanntes zu erforschen? - Überlegungen eines Wissenschaftshistorikers und Philosophen, der einst als Molekularbiologe tätig war.
NZZ Artikel, 5. Mai 2007

Hannes Rickli - Restverwertung

Donnerstag, 28. November 2013,
BEOBACHTEN, TEILNEHMEN, ZUSAMMENARBEITEN?

Hans-Jörg Rheinberger, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, und Hannes Rickli, Prof., Künstler, Dozent ZHdK

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Seit sich Hannes Rickli in seiner künstlerischen Arbeit mit Naturwissenschaften beschäftigt, steht er mit dem Wissenschaftshistoriker Hans-Jörg Rheinberger im Austausch. Für die Abendveranstaltung nehmen die beiden den fast zwanzig Jahre andauernden Dialog zum Anlass, das Verhältnis künstlerischer und wissenschaftlicher Praxis anhand ihrer konkreten Erfahrungen in gemeinsamen Kooperationen mit Verhaltensbiologen zu befragen. Wann und an welchen Qualitäten lässt sich erkennen, ob eine Zusammenarbeit zwischen Kunst, Naturwissenschaft und Wissenschaftsforschung fruchtbare Ergebnisse erzielt? Braucht es dazu Konzepte, Zielformulierungen, Evaluationen? Welche Rolle spielen zeitliche und finanzielle Ressourcen, Freundschaft und gegenseitiges Vertrauen der Projektpartner? Wem «nützt» eine solche Kooperation? Der Biologie, der Wissenschaftsforschung, der Kunst und ihrer Theorie? Oder gar einer breiteren Öffentlichkeit, indem sie ein Angebot zugespielt bekommt, die Arbeit der Wissenschaft aus ihrem Inneren heraus in den Blick zu nehmen und diese alternativ zur offiziellen Wissenschaftskommunikation zu verhandeln?

Gastmoderatorin: Rachel Mader, Dr., Kunstwissenschaftlerin, Leiterin des Competence Center Kunst und Öffentlichkeit an der Hochschule Luzern, Design und Kunst.
Konzeption, Begrüssung: Prof. Irene Vögeli, MA Transdisziplinarität (irene.voegeli@zhdk.ch)

Eine Veranstaltung des MA Transdisziplinarität der ZHdK und des ProDoc-Programms "Proximate and Ultimate Causes of Cooperation", Anthropologischen Instituts der Universität Zürich


FISCHEN LAUSCHEN
The Spitzbergen working group of fish ecologist Prof. Philipp Fischer researches the habitats and migrations of marine organisms. In order to obtain the necessary constant data, the underwater station RemOs was installed off the coast. Equipped with measuring probes and cameras, it is sending a continuous stream of data such as stereo images, ocean temperature, murkiness or salinity to the main land. Via remote and data streaming, these data can be accessed long distance.

Before RemOs was deployed in the ocean, Hannes Rickli had the opportunity to install six of his own acoustic sensors, in addition to the existing probes, at critical points in RemOs. Since then, these sensors, by registering electromagnetic vibrations, have constantly recorded the soundscapes that are generated by the computers, processors, and cameras in RemOs, while RemOs for its part is documenting its environment. The acoustic sensors thus observe and monitor, from their own, unique perspective, the generation and processing of scientific data. [more]

Radiosendung über Fischen Lauschen:
http://www.scheringstiftung.de/images/stories/PDFs_Wissenschaft/230113_Fischen_lauschen_RadioEins_Beitrag.mp3

Radiosendung über die Berliner Tagung "Fragile Daten":
http://www.scheringstiftung.de/images/stories/PDFs_Kultur/130302_Tagung_Fragile_Daten_Beitrag_auf_dradio.mp3

Artikel über die Berliner Tagung "Fragile Daten":
http://www.deutschlandradiokultur.de/die-kunst-der-naturbeobachtung.1013.de.html?dram:article_id=239218

Analysis of the Audiostream
www.pulsecode.org/~valuk/plots/spitzbergen/multichannel.html






Pulse Code
http://pulsecode.org/
PulseCode is a programming language for audiosynthesis and audioprocessing. Basicaly it is a modular synthesizer, with which you create 'patches' by writing code.


Modellspur - Spurenmodell
Das Spannungsfeld zwischen Biologie und Kunst
http://www.ifcar.ch/medien/HHofmannHRickli_Modellspur-1999.pdf


Videogramme des Experimentierens

Untersuchungsgegenstand des aus der künstlerischen Praxis lancierten Projekts war ein Korpus audiovisueller Aufzeichnungen von Messkameras und -mikrofonen (Videogramme) verhaltensbiologischer Experimentalsysteme. Diese Rohmaterialien werden nach der Datenauswertung der Biologen aus dem wissenschaftlichen Prozess ausgesondert und zirkulieren in keinen Diskursen. Fünf parallel geführte Studien in den Disziplinen Kunst, Wissenschaftsgeschichte und -soziologie, Medien- und Kunstwissenschaft untersuchten zusammen mit drei Partnerlaboratorien diesen instrumentellen Bildabfall. In unterschiedlichen Zugriffen auf den Gegenstand zeigte das Projekt auf, wie dessen Zeichenüberschüsse die empirische Erkenntnisproduktion als materiellen, ästhetischen und philosophischen Prozess lesbar machen.[more]








COMPUTERSIGNALE - Kunst und Biologie im Zeitalter ihres digitalen Experimentierens
 Wie lassen sich Datenprozesse, die im Innern von «black boxes» ablaufen, beobachten, dokumentieren und wahrnehmbar machen? In den letzten 25 Jahren kam in der Analyse von Erkenntnisprozessen dem empirischen Experiment und den darin instrumentell erzeugten, materiellen Spuren - zu denen auch die Bilder zählen - eine zentrale Rolle zu. Unter den neuen Voraussetzungen, in denen in optischen Sensoren zwar weiterhin Bilder produziert, aber häufig nicht mehr als Bilder, sondern als Daten weiterverarbeitet werden, übernimmt diese Rolle die «Datenarbeit». Was kann unter dem Begriff «Datenarbeit» verstanden werden? Wie lässt sich der Status des Computers beschreiben, der zwischen den verschiedenen analogen und digitalen Arbeitsschritten menschlicher und nicht-menschlicher Akteure nicht nur medial vermittelt, sondern diese wechselseitig konfiguriert? Was bedeutet ein sich anbahnender Schwund der Bilder in den Naturwissenschaften für die Kunst und für die Kunstwissenschaft? [more]




Brandon Farnsworth

Theorie: Konstruktion des Subjekts, objektive Darstellung, zeitgenössische Ästhetik in der Musik
Methode: künstlerische Forschung
Medium: Musik

Experimente üben, trainieren
Spielformate ausprobieren

The Five Pieces further develop the notion of "total chromaticism" that Schoenberg introduced in his Three Piano Pieces, Op. 11 (composed earlier that year) and were composed during a time of intense personal and artistic crisis for the composer, this being reflected in the tensions and, at times, extreme violence of the score, mirroring the expressionist movement of the time, in particular its preoccupation with the subconscious and burgeoning madness.
http://en.wikipedia.org/wiki/Five_Pieces_for_Orchestra







Stefan Camenzind

Stefan Camenzind, geboren 1977, lebt als freischaffender Regisseur und Schauspieler in Zürich.
http://www.stefancamenzind.ch

Themenkomplex: Entwicklungspsychologie, Kulturgeschichte, Medienanalyse,



Pirmin Meier, Der Fall Federer, Roman
Romanhaftes Erzählen mit juristischen, historischen Fakten

 Am 2. August 1902 wird der Priester und Publizist Heinrich Federer (1866 - 1928) auf der Stanserhornbahn in Nidwalden festgenommen. Es besteht Verdacht auf "widernatürliche Befriedigung des Gechlechtstriebes, begangen an einem zwölfjährigen Knaben". Der von Pirmin Meier aufbereitete "Fall Federer" ist ein feinfühlig erzählter historischer Report um Knabenliebe, Katholizismus und Urschweiz, haarsträubender als jede Erfindung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Federer




Tilman Jens, Freiwild
Der mediale Missbrauch des Missbrauchs

 Tilman Jens beschreibt in "Freiwild" den Sexskandal an der Odenwaldschule – und wie aus Aufklärung Hysterie wird.












"Jagten" (2012),

The Hunt (Danish: Jagten) is a 2012 Danish drama film directed by Thomas Vinterberg and starring Mads Mikkelsen. The story is set in a small Danish village around Christmas, and follows a man who becomes the target of mass hysteria after being wrongly accused of sexually assaulting a child.
http://www.imdb.com/title/tt2106476/










Michel Foucault, Sexualität und Wahrheit 
Zweiter Band: Der Gebrauch der Lüste

»Im vorliegenden Band möchte ich einige allgemeine Züge hervorheben, die die Art und Weise charakterisieren, in der das sexuelle Verhalten vom klassischen griechischen Denken als Bereich moralischer Einschätzung und moralischer Optionen reflektiert worden ist. Ich gehe von dem seinerzeit gängigen Begriff des >Gebrauchs der Lüste< aus, um die Subjektivierungsweisen, auf die er sich bezieht, herauszuarbeiten. Indem ich jeweils von einer Praktik ausgehe, die in der griechischen Kultur ihre Existenz, ihren Status und ihre Regeln hatte (gesunde Lebensführung, Hauswesen, Liebeswerben), werde ich analysieren, wie das medizinische und philosophische Denken diesen > Gebrauch der Lüste< ausgearbeitet und einzelne Themen des Sittenstrenge formuliert hat, die auf vier großen Erfahrungsachsen wiederkehren sollten: Verhältnis zum Körper, Verhältnis zur Gattin, Verhältnis zu den Knaben und Verhältnis zur Wahrheit.«